Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim

 

Jahr Beschreibung
Januar 1930 Neubeschaffungen von 18 Helmen, 11 Röcke und einer Koppel, sowie Einteilung der Mannschaft der Wehr in Steiger-, Lösch- und Ordnungsmannschaft.
April 1930 Ausrichtung eines Tanzabends in Kirchheim.
1932-1933 Keine Beitragserhebung von Mitgliedern (Neu-Mitglieder 0,50 RM Eintrittsgeld).
1934 Johannes Mühling wird als 2. Hornist einstimmig gewählt.
1935 Beitragssatz von 0,60 RM pro Mitglied wird erhoben ( 5 Pfennig pro Monat).
1936 Beitragserhöhung von 10 Pfennig im Monat wurde abgelehnt.
1937 Letzte dokumentierte Generalversammlung der Wehr vor dem 2. Weltkrieg.
1938 Kommandant Jakob Ruppel besucht die damalige Landesfeuerwehrschule in Kassel.
1939 Beschaffung einer Ziegler Tragkraftspritze 8 (grün) mit einem 2 Zylinder 2-Takt-Motor der Fa. BREUER sowie eines 1-achsigen Anhänger ähnlich eines TSA zum ziehen an einem Schlepper mit Schlauchablagen und Amaturenhalter.
1945 Umzug in einen Geräteschuppen in der Bahnhofsstaße auf der Boländer´schen Wiese. Untergebracht hier die "Neue" TS 8/8 Ziegler mit Anhänger sowie der noch vorhandene Schlauchanhänger mit 2 Holzschlauchtrommeln je mit 3 B-Schläuchen bestückt.
1950 Mitgliederliste mit handschriftlichen Veränderungen , vermutlich von dem damaligen Kommandanten Jakob Klippert.
1952 1. Generalversammlung nach dem Krieg, Erstellung einer neuen Satzung und ein die Erhebung eines monatlichen Mitgliederbeitrag von 20 Pfennig (Mindestausstattung für jedes Mitglied eine Mütze.
1953 Montage einer Sirene, auf dem Gebäude der damaligen Schule (heutiges Bürgermeisteramt).
1954 Beschaffung eine "Trockenschaumlöschgerätes" (heute Pulverlöscher) nach Vorführung in einer Dienstversammlung der Kreisfeuerwehr Bad Hersfeld.
1955 Beschaffung 25 neuer Uniformröcken samt Koppeln aus dem Zuchthaus Werl, sowie Beschaffung von 60m B-Schlauch.
1956 Fritz Nuhn wird 1.Vorsitzender, Jakob Klippert, Philipp Nuhn, Johann Mühling und Konrad Stange wurden für 40-jährige Mithliedschaft geehrt. Otto Groß, Hans Naumann und Hans Isleib besuchen einen Feuerwehrlehrgang an der Kasseler Landesfeuerwehrschule. Bei Kirchheim Reckerode wird am 30. März ein Waldbrand bekämpft, am 25. Mai brannte das Backhaus bei Fritz Karl Nuhn zudem bekämpfe die Wehr nach Niederschlägen ein Hochwasser, Das Protokoll 1957 sprach von einer "Jahrhundertkatastrophe".
1958 1958 Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in der Lindenallee Nr. 1, mit 2 Fahrzeugplätzen, einem Schlauchturm sowie einem Aufenthaltsraum. Weiterhin befanden sich hier 2 Wohnungen sowie der Sitz des Bürgermeister mit seinem Gemeinderechner.
1959 Beschaffung einer neuen Motorspritze TS 8 mit VW Industriemotor, zu der Zeit ein Wunderwerk der Technik, sowie ein gebraucht beschafftes ehemaliges Postauto, ein Opel Blitz. Am Kirchheimer Bahnhof wurde im dortigem Sägewerk ein Brand bekämpft!
1960 Der 6-zylindrische Opel Blitz wurde als Feuerwehrauto in Dienst gestellt. Nach etlichen Holzarbeiten sowie Karosseriearbeiten, frisch lackiert in Feuerwehrrot mit Blaulicht und Sirene, wurde Kirchheims erstes Feuerwehrauto vorgestellt. 6 Mann Besatzung, sowie Beladungsteile, Armaturen, Strahlrohre, Schläuche und die TS 8 im Heck eingeschoben. Stolz war man!!!
Für 50-jährige Mitgliedschaft wurde Jakob Ruppel mit der goldenen Feuerwehrehrennadel ausgezeichnet und wurde zudem zum Ehrenbrandmeister ernannt.
1961 Am 2. November 1961 wurden die landwirtschaftlichen Gebäude der Familie Schmidt (Kirchheimer Mühle) vernichtet.
1963 Erstmals wurden die Kameraden in "aktiv" und "passiv" unterteilt.
1964 1964 wurde Willi Gutkte zum Gerätewart bestimmt. Ein Großbrand vernichtete die Scheune der Familie Walper in der Linsengasse.
1965 Installation einer weiteren Sirene auf dem Dach des Wohnhauses "Walper" (Linsengasse), sodass fortan keine Kirchenglocken mehr mehr für die Alarmierung benötig wurden.
1966 In diesem Jahr wurde der bisherige Vorsitzende Fritz Nuhn Bezirksbrandmeister, zum Ortsbrandmeister wurde Heinrich Glebe gewählt. Stellvertreter wurde Willi Gutke, Zeugewart Anton Hubl. Im Schloss wurde ein Schornsteinbrand gelöscht.
1967 Im Protokoll der JHV vom 11. Februar 1967 wurde schriftlich niedergelegt das, das vorhandene Postauto größere technische Mängel besäße und nicht mehr entsprechend den Anforderungen der Wehr.
1969 Die Wehr Kirchheim kann ein "neues" TSF auf Basis eines Ford Transit Indienststellen
-Staffelbesatzung 1/5, 65 PS, 4-teilige Steckleiter an Bord, TS 8/8 sowie Schlauchmaterial, Armaturen etc.
1971 1971 verunglückte der stellv. Brandmeister Willi Gutkte tödlich mit seinem PKW.
1972 Nach der Gebietsreform wurde aus der ehemaligen Gemeine Kirchheim eine Großgemeinde mit 2 Ortsteilen entstanden und somit entstanden auch 12 Feuerwehren. Durch eine Landesbeschaffung (wohl die erste dieser Art) wurden 50 LF8 auf Mercedes Benz "407 Basis" beschafft. Auch die Wehr Kirchheim erhielt ein solches. mit einer Besatzung und Beladung für eine Gruppe (1/8), Vorabpumpe, Schaumausrüstung, Atemschutzgeräte, Leitern Schläuche auf einer Haspel und und und und. Das erst 3 Jahre alte TSF wurde fortan bei der Wehr in Frielingen eingesetzt und somit hatte die Motorisierung wieder einen Schritt nach vorne getan. Adolf Lampersbach wurde als Nachfolger von Willi Gutkte gewählt.
1973 Jakob Stiebing wurde als Wehrführer gewählt, als Stellvertreter Hans Naumann.
1974 Der erste Grundlehrgang welcher nur aus Kameraden der Feuerwehren der Großgemeinde bestand wurde in Kirchheim/Gershausen durchgeführt. Hans Fink, der damalige Ortsbrandmeister, stellte auf der JHV den Antrag an den Bürgermeister Kimpel, ein Tanklöschfahrzeug für die Wehr in Kirchheim zu beschaffen. Nach Anfragen mehreren Feuerwehrkameraden der Kerngemeinde, ob es geplant sei, dass Kirchheim Autobahnfeuerwehr bzw. Stützpunkt werden würde, gab es folgendes Zitat des Ortsbrandmeisters Fink "Trotz der günstigen geografischen Lage wird die Kirchheim Feuerwehr auch in Zukunft nicht für den Brand- und Rettungseinsatz auf der BAB herangezogen werden, sondern diese Aufgaben weiterhin der Bad Hersfelder Wehr überlassen, da in Kirchheim die jederzeit präsente Mannschaftsstärke für Autobahneinsätze zu gering sei. Man höre und staune, schon früher war man auf dem richtigem Weg, aber es sollte noch über 2 Jahrzehnte dauern.Die Kameraden Konrad Reidt (Rosenstraße) und Hans Fink (Bergstraße) wurden von der Versammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt. In dem heißen Sommer des Jahres bekämpften die Feuerwehr 2 Waldbrände am Siebenmorgen im Baumbach´sche Waldbestand, das Wasser wurde in Fässern an die Einsatzstelle gebracht. Am 16.08.1974 brannte es im Sägewerk Reuber, der Schaden bezifferte sich auf ca. 100 000.- DM.
1975 Gründung einer Jugendfeuerwehr. In einer turbulenten Versammlung, die 3 Stunden dauerte, trat Wehrführer Stiebing aufgrund zu geringer Übungsbeteiligung zunächst zurück, um dann nach Rücksprache mit dem anwesenenden Kreisbrandinspektor Glöckner sein Entschluss zu revidieren.
1977 Anschaffung der ersten 4 Meter Band Sprechfunkgerätes mit dem Funkrufnamen Florian Kirchheim 41. 22. August -> Dammbruch Seepark.
1980 Durch die fortschreitende Industrialisierung Kirchheims musste auch die Feuerwehr aufgerüstet werden. Am 13. August 1980 wurde dem damaligen Wehrführer Jakob Stiebing durch den Bürgermeister Wiegand Kimpel und dem Kreisbrandinspektor Herbert Glöckner ein neues LF16 (Preis 236.000.- DM) übergeben. Diese Fahrzeug war zu der damaligen Zeit (es handelte sich um ein Vorführfahrzeug der Fa. Ziegler) wohl einzigartig innerhalb des Landkreises, allein die Farbgebung in Tagesleuchtfarben kannte man bis dato nur von Berufsfeuerwehren. Ausgestattet mit Rettungsschere + Spreizer, Stromerzeuger, Siebleiter, Atemschutz, Wassertank und einer 16/8 Heckpumpe, sowie einer fahrbaren Haspel mit 200 m B-Schlauch hat bis zum heutigen Tag sehr anspruchsvolle Einsätze gemeistert.
1981 Gründung des Vereins Freiwillige Feuerwehr.
März 1983 Indienststellung eines MTW´s VW-Bus, dieser durch den Ortsbrandmeister Jakob Stiebing preisgünstig von einem großen deutschen Bauunternehmen erworben werden konnte. Von nun an war auch unsere Jugendfeuerwehr motorisiert.
1983 Anlässlich der 1200-Jahr Feier wurde das neue Feuerwehrgerätehaus mit Unterbringung der Sportler, sowie einer Großgaststätte "Jagdhof" genannt eingeweiht. Wahrscheinlich ein Prachtbau, genügend Platz für 3 Einsatzfahrzeuge, Umkleideraum, Toiletten, Werkstatt, Vorratsraum und, und, und.
1986 Die ersten 10 Kameraden erhalten einen so genannten Meldeempfänger, sollte die Zeit der Sirenen somit vorbei sein???
1987 Hans Naumann wird zum neuen Wehrführer gewählt, Thomas Schneemilch zu seinem Stellvertreter. In der JHV äußerte Bürgermeister Spangenberg das, wenn ein Alarm gegeben würde, doch vernünftig zum Gerätehaus gefahren werden sollte. Über die Fahrweise wurde sich von Seiten der Bevölkerung bereits beschwert.
1988 Das Amt des Wehrführers übernahm Thomas Schneemilch sein Stellvertreter wurde Friedrich (Beppo) Wojtowicz. Neuer Vereinsvorsitzender wird Hans Naumann. sein Stellvertreter Wolfgang Kunz sowie Jugendwart Klaus Boländer.
1989 Heinrich Bierwirth, Anton Hubl und Wiegand Kimpel werden zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Großbrand Schreinerei Schrön.
1990 Vom 30.05-02.06. wurde das 60-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim im Festzelt gefeiert.
1992 Der Gemeindeeigene VW-Bus wurde fortan als MTW genutzt, den der alte VW-Bus mit Baujahr 1974 hatte ausgedient.
1993 Nach 26 Jahren scheidet am 06.03.1993 Konrad Walther als Schriftführer aus dem Vorstand aus. Hans-Heinrich Naumann wird Vorsitzender, Herbert Baumgartl 2. Vorsitzender, Walter HEllwig Kassierer und Wilfried Siegner Schriftführer.

Vor und während der Kirmes 1993 brannte es in Kirchheim. Am Freitagmorgen um 05:05 Uhr stand ein Holzlager des Gemeindebauhofes direkt gegenüber des Gerätehauses lichterloh in Flammen. Kirmesdienstag um 01:40 Uhr, nach einem Superauftritt der Steigewälder Musikanten vor gut 1200 Gästen und 110 Hektolitern verkauften Bier schrillten die Sirenen und Melder: Großbrand auf dem landwirtschaftlichen Anwesen der Familie Schäfer. Tiere und Wohnhaus konnten gerettet werden, die Stallungen sowie die Scheune brannten vollkommen ab.
1995 Die Feuerwehr Kirchheim wird Autobahnfeuerwehr auf Probe!!! Durch Anordnung des damaligen Kreisbrandinspektor Joachim Heil wurde die Wehr Kirchheim zu Autobahneinsätzen jetzt mitalarmiert. Was fehlte war nun ein Tanklöschfahrzeug, denn mit 800 Litern Wasser aus dem LF16 war ein Lkw-Brand nicht zu bekämpfen. Auch diese Problem sollte schnellstens gelöst werden. Welch ein Glück, dass die Werksfeuerwehr Siemens/Krone durch eine Umstrukturierung eine Verkleinerung ihrer Feuerwehr anstrebte, denn hier gab es ein GTLF6 abzugeben. Nachdem Wehrführer Thomas Schneemilch von KBI Heil erfahren hatte, das hier was zu holen sei, hatte er alle Hebel in die Welt gesetzt, so dass schon nachmittags eine Besichtigung mit dem Kirchheimer Bürgermeister Spangenberg, Wehrführer Thomas Schneemilch, Gerätewart Wilfried Siegner und KBI Heil vorgenommen werden konnte. Per Handschlag hatte dann Bürgermeister Spangenberg das Fahrzeug für 7000.-DM gekauft. Ab diesem Zeitpunkt war die Wehr Kirchheim im Besitz eines GTLF6 der Marke Magirus Deutz "Die Deutschen Bullen" mit 5500 Litern Wasser, 500 Liter Schaum und einer Dachwasserkanone.
Im Winterhalbjahr 1995/96 wurde das GTLF6 komplett in über 5000 Std. zerlegt und saniert. Im Frühjahr 1996 wurde es wieder einsatzbereit in Dienst gestellt.
1997 Im Juni des Jahres konnte Bürgermeister Spangenberg gleich 3 neue Fahrzeuge der Feuerwehren der Großgemeinde übergeben:
1 TSF-Wasser nach Reimboldshausen, 1 TSF nach Allendorf, sowie an die Wehr Kirchheim ein LF 8/6 mit Zusatzbeladung -Gefahrgut-. (Lange hatte es gedauert bis diese notwendige Einsatzfahrzeug in Dienst gehen konnte. Antrag von Oberbrandmeister Stiebing und KBI Glöckner wurde bereits 1990 gestellt.
1998 Mit Erlass vom 27.10.1998 wurde durch den hessischen Innenminister der Feuerwehr Kirchheim mehrere Autobahnteilstücke der A4, A5 sowie der A7 zugewiesen, ca. 45 km. Ralf Lampersbach wird zum 1. Vorsitzenden gewählt.
1999 Zur Bewältigung der in Zukunft anstehenden schriftlichen Arbeiten von Verein und Einsatzabteilung wird der erste PC angeschafft.
Anlässlich der Trauerfeier des plötzlich verstorbenen Bürgermeister Karl-Heinz Spangenberg übernimmt die Feuerwehr die Ehrenwache
2000 Im August des Jahres kann ein in Eigenleistung ausgebauter ELW1 mit neuster Funk- und Kommunikationstechnik in Dienst gestellt werden. Bürgermeister Manfred Koch übergab diesen.
2001 Im Laufe des Jahres wird durch den Verein die erste Digitalkamera für die Einsatzabteilung bereit gestellt.
Am 03.03.2001 wird der ehemalige Wehrführer und Ortsbrandmeister Jakob Stiebing von der Versammlung zum Ehrenmitglied ernannt.
2004 75-Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim mit Hubschrauberrundflügen und einem Orientierungsmarsch/lauf. Übergabe eines neuen TLF 16/45 CAFS als Ersatzbeschaffung für das schon alt gewordene GTLF6.
2005 Marcus Schönauer wird als Wehrführer gewählt. Mario Markgraf wird sein Stellvertreter.
Gründung der Bambinifeuerwehr.
2006 Mario Markgraf tritt als stellvertretender Wehrführer zurück, zum komissarischen Stellvertreter wird Björn Wettlaufer ernannt.
Am Kirchheimer Autobahnfest wird der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim ,durch Bürgermeister Manfred Koch, ein neuer MTW übergeben.
2007 Uwe Horn wird stellvertretender Wehrführer.
Innerhalb der Gemeindewehren ergeben sich Fahrzeugverschiebungen, das Kirchheimer
LF 8/6 wird in die Wehr nach Gershausen versetzt. Die Feuerwehr Kirchheim bekommt einen RW 2 der Feuerwehr Fulda überreicht.
2008 Thomas Schneemilch wird als neuer Vereinsvorsitzender gewählt