| Jahr | Beschreibung |
| Januar 1930 | Neubeschaffungen von 18 Helmen, 11 Röcke und einer Koppel, sowie Einteilung der Mannschaft der Wehr in Steiger-, Lösch- und Ordnungsmannschaft. |
| April 1930 | Ausrichtung eines Tanzabends in Kirchheim. |
| 1932-1933 | Keine Beitragserhebung von Mitgliedern (Neu-Mitglieder 0,50 RM Eintrittsgeld). |
| 1934 | Johannes Mühling wird als 2. Hornist einstimmig gewählt. |
| 1935 | Beitragssatz von 0,60 RM pro Mitglied wird erhoben ( 5 Pfennig pro Monat). |
| 1936 | Beitragserhöhung von 10 Pfennig im Monat wurde abgelehnt. |
| 1937 | Letzte dokumentierte Generalversammlung der Wehr vor dem 2. Weltkrieg. |
| 1938 | Kommandant Jakob Ruppel besucht die damalige Landesfeuerwehrschule in Kassel. |
| 1939 | Beschaffung einer Ziegler Tragkraftspritze 8 (grün) mit einem 2 Zylinder 2-Takt-Motor der Fa. BREUER sowie eines 1-achsigen Anhänger ähnlich eines TSA zum ziehen an einem Schlepper mit Schlauchablagen und Amaturenhalter. |
| 1945 | Umzug in einen Geräteschuppen in der Bahnhofsstaße auf der Boländer´schen Wiese. Untergebracht hier die "Neue" TS 8/8 Ziegler mit Anhänger sowie der noch vorhandene Schlauchanhänger mit 2 Holzschlauchtrommeln je mit 3 B-Schläuchen bestückt. |
| 1950 | Mitgliederliste mit handschriftlichen Veränderungen , vermutlich von dem damaligen Kommandanten Jakob Klippert. |
| 1952 | 1. Generalversammlung nach dem Krieg, Erstellung einer neuen Satzung und ein die Erhebung eines monatlichen Mitgliederbeitrag von 20 Pfennig (Mindestausstattung für jedes Mitglied eine Mütze. |
| 1953 | Montage einer Sirene, auf dem Gebäude der damaligen Schule (heutiges Bürgermeisteramt). |
| 1954 | Beschaffung eine "Trockenschaumlöschgerätes" (heute Pulverlöscher) nach Vorführung in einer Dienstversammlung der Kreisfeuerwehr Bad Hersfeld. |
| 1955 | Beschaffung 25 neuer Uniformröcken samt Koppeln aus dem Zuchthaus Werl, sowie Beschaffung von 60m B-Schlauch. |
| 1956 | Fritz Nuhn wird 1.Vorsitzender, Jakob Klippert, Philipp Nuhn, Johann Mühling und Konrad Stange wurden für 40-jährige Mithliedschaft geehrt. Otto Groß, Hans Naumann und Hans Isleib besuchen einen Feuerwehrlehrgang an der Kasseler Landesfeuerwehrschule. Bei Kirchheim Reckerode wird am 30. März ein Waldbrand bekämpft, am 25. Mai brannte das Backhaus bei Fritz Karl Nuhn zudem bekämpfe die Wehr nach Niederschlägen ein Hochwasser, Das Protokoll 1957 sprach von einer "Jahrhundertkatastrophe". |
| 1958 | 1958 Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in der Lindenallee Nr. 1, mit 2 Fahrzeugplätzen, einem Schlauchturm sowie einem Aufenthaltsraum. Weiterhin befanden sich hier 2 Wohnungen sowie der Sitz des Bürgermeister mit seinem Gemeinderechner. |
| 1959 | Beschaffung einer neuen Motorspritze TS 8 mit VW Industriemotor, zu der Zeit ein Wunderwerk der Technik, sowie ein gebraucht beschafftes ehemaliges Postauto, ein Opel Blitz. Am Kirchheimer Bahnhof wurde im dortigem Sägewerk ein Brand bekämpft! |
| 1960 | Der
6-zylindrische Opel Blitz wurde als Feuerwehrauto in
Dienst gestellt. Nach etlichen Holzarbeiten sowie
Karosseriearbeiten, frisch lackiert in Feuerwehrrot mit
Blaulicht und Sirene, wurde Kirchheims erstes
Feuerwehrauto vorgestellt. 6 Mann Besatzung, sowie
Beladungsteile, Armaturen, Strahlrohre, Schläuche und
die TS 8 im Heck eingeschoben. Stolz war man!!! Für 50-jährige Mitgliedschaft wurde Jakob Ruppel mit der goldenen Feuerwehrehrennadel ausgezeichnet und wurde zudem zum Ehrenbrandmeister ernannt. |
| 1961 | Am 2. November 1961 wurden die landwirtschaftlichen Gebäude der Familie Schmidt (Kirchheimer Mühle) vernichtet. |
| 1963 | Erstmals wurden die Kameraden in "aktiv" und "passiv" unterteilt. |
| 1964 | 1964 wurde Willi Gutkte zum Gerätewart bestimmt. Ein Großbrand vernichtete die Scheune der Familie Walper in der Linsengasse. |
| 1965 | Installation einer weiteren Sirene auf dem Dach des Wohnhauses "Walper" (Linsengasse), sodass fortan keine Kirchenglocken mehr mehr für die Alarmierung benötig wurden. |
| 1966 | In diesem Jahr wurde der bisherige Vorsitzende Fritz Nuhn Bezirksbrandmeister, zum Ortsbrandmeister wurde Heinrich Glebe gewählt. Stellvertreter wurde Willi Gutke, Zeugewart Anton Hubl. Im Schloss wurde ein Schornsteinbrand gelöscht. |
| 1967 | Im Protokoll der JHV vom 11. Februar 1967 wurde schriftlich niedergelegt das, das vorhandene Postauto größere technische Mängel besäße und nicht mehr entsprechend den Anforderungen der Wehr. |
| 1969 | Die Wehr
Kirchheim kann ein "neues" TSF auf Basis eines Ford
Transit Indienststellen -Staffelbesatzung 1/5, 65 PS, 4-teilige Steckleiter an Bord, TS 8/8 sowie Schlauchmaterial, Armaturen etc. |
| 1971 | 1971 verunglückte der stellv. Brandmeister Willi Gutkte tödlich mit seinem PKW. |
| 1972 | Nach der Gebietsreform wurde aus der ehemaligen Gemeine Kirchheim eine Großgemeinde mit 2 Ortsteilen entstanden und somit entstanden auch 12 Feuerwehren. Durch eine Landesbeschaffung (wohl die erste dieser Art) wurden 50 LF8 auf Mercedes Benz "407 Basis" beschafft. Auch die Wehr Kirchheim erhielt ein solches. mit einer Besatzung und Beladung für eine Gruppe (1/8), Vorabpumpe, Schaumausrüstung, Atemschutzgeräte, Leitern Schläuche auf einer Haspel und und und und. Das erst 3 Jahre alte TSF wurde fortan bei der Wehr in Frielingen eingesetzt und somit hatte die Motorisierung wieder einen Schritt nach vorne getan. Adolf Lampersbach wurde als Nachfolger von Willi Gutkte gewählt. |
| 1973 | Jakob Stiebing wurde als Wehrführer gewählt, als Stellvertreter Hans Naumann. |
| 1974 | Der erste Grundlehrgang welcher nur aus Kameraden der Feuerwehren der Großgemeinde bestand wurde in Kirchheim/Gershausen durchgeführt. Hans Fink, der damalige Ortsbrandmeister, stellte auf der JHV den Antrag an den Bürgermeister Kimpel, ein Tanklöschfahrzeug für die Wehr in Kirchheim zu beschaffen. Nach Anfragen mehreren Feuerwehrkameraden der Kerngemeinde, ob es geplant sei, dass Kirchheim Autobahnfeuerwehr bzw. Stützpunkt werden würde, gab es folgendes Zitat des Ortsbrandmeisters Fink "Trotz der günstigen geografischen Lage wird die Kirchheim Feuerwehr auch in Zukunft nicht für den Brand- und Rettungseinsatz auf der BAB herangezogen werden, sondern diese Aufgaben weiterhin der Bad Hersfelder Wehr überlassen, da in Kirchheim die jederzeit präsente Mannschaftsstärke für Autobahneinsätze zu gering sei. Man höre und staune, schon früher war man auf dem richtigem Weg, aber es sollte noch über 2 Jahrzehnte dauern.Die Kameraden Konrad Reidt (Rosenstraße) und Hans Fink (Bergstraße) wurden von der Versammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt. In dem heißen Sommer des Jahres bekämpften die Feuerwehr 2 Waldbrände am Siebenmorgen im Baumbach´sche Waldbestand, das Wasser wurde in Fässern an die Einsatzstelle gebracht. Am 16.08.1974 brannte es im Sägewerk Reuber, der Schaden bezifferte sich auf ca. 100 000.- DM. |
| 1975 | Gründung einer Jugendfeuerwehr. In einer turbulenten Versammlung, die 3 Stunden dauerte, trat Wehrführer Stiebing aufgrund zu geringer Übungsbeteiligung zunächst zurück, um dann nach Rücksprache mit dem anwesenenden Kreisbrandinspektor Glöckner sein Entschluss zu revidieren. |
| 1977 | Anschaffung der ersten 4 Meter Band Sprechfunkgerätes mit dem Funkrufnamen Florian Kirchheim 41. 22. August -> Dammbruch Seepark. |
| 1980 | Durch die fortschreitende Industrialisierung Kirchheims musste auch die Feuerwehr aufgerüstet werden. Am 13. August 1980 wurde dem damaligen Wehrführer Jakob Stiebing durch den Bürgermeister Wiegand Kimpel und dem Kreisbrandinspektor Herbert Glöckner ein neues LF16 (Preis 236.000.- DM) übergeben. Diese Fahrzeug war zu der damaligen Zeit (es handelte sich um ein Vorführfahrzeug der Fa. Ziegler) wohl einzigartig innerhalb des Landkreises, allein die Farbgebung in Tagesleuchtfarben kannte man bis dato nur von Berufsfeuerwehren. Ausgestattet mit Rettungsschere + Spreizer, Stromerzeuger, Siebleiter, Atemschutz, Wassertank und einer 16/8 Heckpumpe, sowie einer fahrbaren Haspel mit 200 m B-Schlauch hat bis zum heutigen Tag sehr anspruchsvolle Einsätze gemeistert. |
| 1981 | Gründung des Vereins Freiwillige Feuerwehr. |
| März 1983 | Indienststellung eines MTW´s VW-Bus, dieser durch den Ortsbrandmeister Jakob Stiebing preisgünstig von einem großen deutschen Bauunternehmen erworben werden konnte. Von nun an war auch unsere Jugendfeuerwehr motorisiert. |
| 1983 | Anlässlich der 1200-Jahr Feier wurde das neue Feuerwehrgerätehaus mit Unterbringung der Sportler, sowie einer Großgaststätte "Jagdhof" genannt eingeweiht. Wahrscheinlich ein Prachtbau, genügend Platz für 3 Einsatzfahrzeuge, Umkleideraum, Toiletten, Werkstatt, Vorratsraum und, und, und. |
| 1986 | Die ersten 10 Kameraden erhalten einen so genannten Meldeempfänger, sollte die Zeit der Sirenen somit vorbei sein??? |
| 1987 | Hans Naumann wird zum neuen Wehrführer gewählt, Thomas Schneemilch zu seinem Stellvertreter. In der JHV äußerte Bürgermeister Spangenberg das, wenn ein Alarm gegeben würde, doch vernünftig zum Gerätehaus gefahren werden sollte. Über die Fahrweise wurde sich von Seiten der Bevölkerung bereits beschwert. |
| 1988 | Das Amt des Wehrführers übernahm Thomas Schneemilch sein Stellvertreter wurde Friedrich (Beppo) Wojtowicz. Neuer Vereinsvorsitzender wird Hans Naumann. sein Stellvertreter Wolfgang Kunz sowie Jugendwart Klaus Boländer. |
| 1989 | Heinrich
Bierwirth, Anton Hubl und Wiegand Kimpel werden zu
Ehrenmitgliedern ernannt. Großbrand Schreinerei Schrön. |
| 1990 | Vom 30.05-02.06. wurde das 60-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim im Festzelt gefeiert. |
| 1992 | Der Gemeindeeigene VW-Bus wurde fortan als MTW genutzt, den der alte VW-Bus mit Baujahr 1974 hatte ausgedient. |
| 1993 | Nach 26
Jahren scheidet am 06.03.1993 Konrad Walther als
Schriftführer aus dem Vorstand aus. Hans-Heinrich
Naumann wird Vorsitzender, Herbert Baumgartl 2.
Vorsitzender, Walter HEllwig Kassierer und Wilfried
Siegner Schriftführer. Vor und während der Kirmes 1993 brannte es in Kirchheim. Am Freitagmorgen um 05:05 Uhr stand ein Holzlager des Gemeindebauhofes direkt gegenüber des Gerätehauses lichterloh in Flammen. Kirmesdienstag um 01:40 Uhr, nach einem Superauftritt der Steigewälder Musikanten vor gut 1200 Gästen und 110 Hektolitern verkauften Bier schrillten die Sirenen und Melder: Großbrand auf dem landwirtschaftlichen Anwesen der Familie Schäfer. Tiere und Wohnhaus konnten gerettet werden, die Stallungen sowie die Scheune brannten vollkommen ab. |
| 1995 | Die
Feuerwehr Kirchheim wird Autobahnfeuerwehr auf Probe!!!
Durch Anordnung des damaligen Kreisbrandinspektor
Joachim Heil wurde die Wehr Kirchheim zu
Autobahneinsätzen jetzt mitalarmiert. Was fehlte war nun
ein Tanklöschfahrzeug, denn mit 800 Litern Wasser aus
dem LF16 war ein Lkw-Brand nicht zu bekämpfen. Auch
diese Problem sollte schnellstens gelöst werden. Welch
ein Glück, dass die Werksfeuerwehr Siemens/Krone durch
eine Umstrukturierung eine Verkleinerung ihrer Feuerwehr
anstrebte, denn hier gab es ein GTLF6 abzugeben. Nachdem
Wehrführer Thomas Schneemilch von KBI Heil erfahren
hatte, das hier was zu holen sei, hatte er alle Hebel in
die Welt gesetzt, so dass schon nachmittags eine
Besichtigung mit dem Kirchheimer Bürgermeister
Spangenberg, Wehrführer Thomas Schneemilch, Gerätewart
Wilfried Siegner und KBI Heil vorgenommen werden konnte.
Per Handschlag hatte dann Bürgermeister Spangenberg das
Fahrzeug für 7000.-DM gekauft. Ab diesem Zeitpunkt war
die Wehr Kirchheim im Besitz eines GTLF6 der Marke
Magirus Deutz "Die Deutschen Bullen" mit 5500 Litern
Wasser, 500 Liter Schaum und einer Dachwasserkanone. Im Winterhalbjahr 1995/96 wurde das GTLF6 komplett in über 5000 Std. zerlegt und saniert. Im Frühjahr 1996 wurde es wieder einsatzbereit in Dienst gestellt. |
| 1997 | Im Juni
des Jahres konnte Bürgermeister Spangenberg gleich 3
neue Fahrzeuge der Feuerwehren der Großgemeinde
übergeben: 1 TSF-Wasser nach Reimboldshausen, 1 TSF nach Allendorf, sowie an die Wehr Kirchheim ein LF 8/6 mit Zusatzbeladung -Gefahrgut-. (Lange hatte es gedauert bis diese notwendige Einsatzfahrzeug in Dienst gehen konnte. Antrag von Oberbrandmeister Stiebing und KBI Glöckner wurde bereits 1990 gestellt. |
| 1998 | Mit Erlass vom 27.10.1998 wurde durch den hessischen Innenminister der Feuerwehr Kirchheim mehrere Autobahnteilstücke der A4, A5 sowie der A7 zugewiesen, ca. 45 km. Ralf Lampersbach wird zum 1. Vorsitzenden gewählt. |
| 1999 | Zur
Bewältigung der in Zukunft anstehenden schriftlichen
Arbeiten von Verein und Einsatzabteilung wird der erste
PC angeschafft. Anlässlich der Trauerfeier des plötzlich verstorbenen Bürgermeister Karl-Heinz Spangenberg übernimmt die Feuerwehr die Ehrenwache |
| 2000 | Im August des Jahres kann ein in Eigenleistung ausgebauter ELW1 mit neuster Funk- und Kommunikationstechnik in Dienst gestellt werden. Bürgermeister Manfred Koch übergab diesen. |
| 2001 | Im Laufe
des Jahres wird durch den Verein die erste Digitalkamera
für die Einsatzabteilung bereit gestellt. Am 03.03.2001 wird der ehemalige Wehrführer und Ortsbrandmeister Jakob Stiebing von der Versammlung zum Ehrenmitglied ernannt. |
| 2004 | 75-Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim mit Hubschrauberrundflügen und einem Orientierungsmarsch/lauf. Übergabe eines neuen TLF 16/45 CAFS als Ersatzbeschaffung für das schon alt gewordene GTLF6. |
| 2005 | Marcus
Schönauer wird als Wehrführer gewählt. Mario Markgraf
wird sein Stellvertreter. Gründung der Bambinifeuerwehr. |
| 2006 |
Mario Markgraf
tritt als stellvertretender Wehrführer zurück, zum
komissarischen Stellvertreter wird Björn Wettlaufer
ernannt. Am Kirchheimer Autobahnfest wird der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim ,durch Bürgermeister Manfred Koch, ein neuer MTW übergeben. |
| 2007 | Uwe Horn
wird stellvertretender Wehrführer. Innerhalb der Gemeindewehren ergeben sich Fahrzeugverschiebungen, das Kirchheimer LF 8/6 wird in die Wehr nach Gershausen versetzt. Die Feuerwehr Kirchheim bekommt einen RW 2 der Feuerwehr Fulda überreicht. |
| 2008 | Thomas Schneemilch wird als neuer Vereinsvorsitzender gewählt |
Bereits die alten Ägypter hatten die ersten organisierten
Feuerlöscheinheiten.
Im Römischen Reich entstanden Millionenstädte wie Rom. Die
Häuser waren meist mehrstöckig und standen sehr eng beieinander,
auch die Gassen waren sehr eng. Vielfach wurden hölzerne An- und
Vorbauten an den Häusern errichtet. Etliche Male vernichteten
Feuersbrünste ganze Stadtteile von Rom. Im Jahr 21 v. Chr. wurde
eine erste Feuerwehr mit 600 Sklaven gegründet.
Schon im Mittelalter waren die Gemeinden verpflichtet, den
Brandschutz aufzubauen. Für Feuermeldungen waren zunächst Türmer
und Nachtwächter zuständig (Ruf: „Feurio!“). Im Notfall
einzugreifen, wurden zuerst die Innungen und Zünfte
verpflichtet. Da sehr viele Gebäude Fachwerkbauten aus Holz
waren und oft innerhalb der Stadtmauern auf engstem Raum
errichtet wurden, kamen Großbrände, bei denen ganze Stadtviertel
abbrannten, sehr oft vor. Es wurden auch erstmals Feuerknechte
in den Feuerlöschverordnungen verankert, so dass von den ersten
Berufsfeuerwehren gesprochen werden kann, wie zum Beispiel in
Wien 1685.
Die feuerwehrtechnische Ausrüstung war in der vorindustriellen
Zeit auf einfache Hilfsmittel wie Eimer, Leitern oder
Einreißhaken beschränkt. Im 17. Jahrhundert wurde der Schlauch
erfunden, der zuerst aus genähtem Leder angefertigt wurde;
später wurde das Leder vernietet. Bis zum Beginn des 20.
Jahrhunderts wurden noch Handpumpen, sogenannte Feuerspritzen
verwendet, die von Pferden oder der Löschmannschaft an die
Einsatzstelle gezogen wurden. Mit der Erfindung des
Verbrennungsmotors verbesserte sich auch die Ausrüstung der
Feuerwehren: Motorspritzen und selbstfahrende Feuerwehrfahrzeuge
erhöhten die Leistungsfähigkeit um ein Vielfaches.
Die Feuerwehr ist eine Hilfsorganisation, deren Aufgabe es
ist, bei Bränden, Unfällen, Überschwemmungen und ähnlichen
Ereignissen Hilfe zu leisten, d. h., Menschen, Tiere und
Sachwerte zu retten, zu schützen und zu bergen. Hauptaufgabe ist
jedoch das Retten, das Priorität vor allen anderen Aufgaben hat.
Da in den letzten Jahrzehnten die Zahl der Brände stark
zurückgegangen ist, übernimmt die Feuerwehr zunehmend Aufgaben,
die über die traditionelle Brandbekämpfung hinausgehen. Die Art
der neu übernommenen Aufgaben und die Strukturen der Feuerwehren
sind regional sehr unterschiedlich.
Die Aufgaben der Feuerwehr werden in den Gesetzen jedes
Staates geregelt. International weit verbreitet ist die
Zusammenfassung der Aufgaben mit den Schlagworten Retten,
Löschen, Bergen, Schützen.
Das Retten ist die Abwendung einer Lebensgefahr von Menschen
durch Sofortmaßnahmen (Erste Hilfe), die der Erhaltung oder
Wiederherstellung von Atmung, Kreislauf oder Herztätigkeit
dienen und/oder Befreien aus einer Zwangslage durch technische
Rettungsmaßnahmen. Tätigkeitsfelder hierfür sind z. B. Feuer,
Überschwemmungen oder Verkehrsunfälle.
Das Löschen ist die älteste Aufgabe der Feuerwehr. Bei diesem so
genannten Abwehrenden Brandschutz werden unterschiedlichste
Brände mit Hilfe spezieller Ausrüstung bekämpft.
Im Laufe der Zeit ist jedoch die Zahl der Brandbekämpfungen
weltweit zurückgegangen. Aufgrund der zunehmenden
Aufgabenvielfalt der Feuerwehr nehmen die technischen
Hilfeleistungen stark zu und die Feuerwehr entwickelt sich zur
Hilfeleistungsorganisation.
Die Feuerwehr kann weiterhin das Bergen von Sachgütern, toten
Menschen oder Tieren übernehmen.
Vorbeugende Maßnahmen (das Schützen) beinhalten im wesentlichen
Elemente des vorbeugenden Brandschutzes. Diese dienen der
Vermeidung von Entstehungsbränden z. B. durch
Brandsicherheitswachen bei öffentlichen Veranstaltungen oder
konsequenter Brandschutzerziehung in der Bevölkerung, um auf
Gefahren aufmerksam zu machen und richtiges Verhalten in
Notsituationen aufzuzeigen.
Besonders in Industrienationen wird dem Betriebsbrandschutz
immer mehr Augenmerk geschenkt, sei es durch eigene betriebliche
oder auch durch öffentliche Feuerwehren.
Darüber hinaus wird die Feuerwehr im Rahmen behördlicher
Baugenehmigungsverfahren größerer Bauvorhaben häufig
hinzugezogen und um Stellungnahme gebeten. Weiterhin arbeitet
die Feuerwehr in verschiedenen Fachgebieten bei der Erstellung
von Standards mit.
Außerdem betreibt die Feuerwehr aktiven Umweltschutz, etwa durch
die Eindämmung von Ölunfällen, Beseitigung von Ölspuren auf
Straßen und Schutz vor chemischen, biologischen und atomaren
Gefahren.
Organisationsformen
Eine Feuerwehr kann sein:
eine Einrichtung der Kommune,
eine betriebliche Einrichtung (Werk- und Betriebsfeuerwehr),
ein privates Unternehmen, das im Auftrag der Kommune oder des
Betriebes die Aufgaben einer Feuerwehr wahrnimmt (beispielsweise
Falck in Dänemark),
eine Truppengattung des Militärs.
Je nach Bevölkerungsstruktur und -dichte sind auch die
Strukturen der Feuerwehrorganisationen unterschiedlich. Sind es
z. B. in Deutschland, in Österreich oder in Südtirol die
Freiwilligen Feuerwehren, die den flächenmäßig größten Teil des
Brandschutzes abdecken, setzen andere Länder auf
Stützpunktfeuerwehren mit hauptamtlichem Personal. Die Schweiz
kennt in vielen Gemeinden die allgemeine Feuerwehrpflicht für
Männer und Frauen. In den meisten Ländern existiert auch ein
Brand- und/oder Katastrophenschutz durch militärische
Strukturen. Zugleich gibt es Länder, in denen mehrere dieser
Strukturen vermischt oder parallel existieren.
Ausrüstung
Um die ihr übertragenen Aufgaben zu erfüllen verfügt die
Feuerwehr in der Neuzeit über eine Vielzahl von technischem
Gerät, dies umfasst neben den Feuerwehrfahrzeugen auch deren
Beladung und die persönliche Ausrüstung eines jeden
Feuerwehrmannes/frau, die in einer so genannten Feuerwache
untergebracht sind. Sie dient dazu, vor Gefahren des
Feuerwehrdienstes bei Ausbildung, Übung und Einsatz zu schützen.
In den meisten Ländern besteht diese aus einem
Feuerwehrschutzanzug, einem Schutzhelm, Handschuhen und
Sicherheitsschuhen.
Darüber hinaus kommen bei der Feuerwehr auch
Kommunikationssysteme, wie das BOS-Funksystem und Technik zur
Alarmierung der Feuerwehrangehörigen zum Einsatz.
In manchen Ländern gehören auch Rettungshunde zur Feuerwehr. Sie
werden hauptsächlich im Katastrophenhilfsdienst nach Erdbeben
oder anderen Katastrophen, aber auch bei der Suche nach
einzelnen vermissten Personen eingesetzt.
In einigen Ländern ist die Feuerwehr auch für den Rettungsdienst
zuständig und hält somit entsprechende Fahrzeuge und Geräte vor.
In Deutschland wird diese Aufgabe überwiegend im Bereich von
Berufsfeuerwehren wahrgenommen.
Ausbildung und Dienst
Der größte Teil der Feuerwehrausbildung erfolgt, vor allem
für Berufsfeuerwehren und die Kader der freiwilligen
Feuerwehren, in so genannten Feuerwehrschulen.
Dabei wird in Deutschland z. T. auf die Standortschulung
zurückgegriffen, in der die Grundtätigkeiten, Ausrüstung (nach
DIN) und Begrifflichkeiten in der Heimatfeuerwehr erläutert
werden, bevor man die weiterführende Ausbildung auf Kreis- oder
Landesebene erfährt. Zur einheitlichen Ausbildung werden die
Feuerwehr-Dienstvorschriften (FwDV) zu Grunde gelegt.
Zur Ausbildung zugelassen wird nur, wer dazu körperlich und
geistig geeignet ist. Bei Berufsfeuerwehren, wie auch bei
manchen freiwilligen Feuerwehren erfolgt die Eignungsbestätigung
in der Regel durch ärztliche Attests.
Durch die verstärkte Technisierung der gesamten Gesellschaft ist
die Art der Einsätze wesentlich komplizierter geworden. So
werden immer mehr Spezialisten und Berater benötigt. Aus diesem
Grund bilden sich in manchen Feuerwehren Schwerpunkte heraus,
wie zum Beispiel im Chemiebereich oder im Strahlenschutz. Diese
Feuerwehren können andere mit Fachleuten unterstützen.
Der aktive Dienst kann in einigen Ländern schon mit 16 Jahren
beginnen, in anderen Ländern erst ab 18. Da der Dienst
körperlich sehr viel abverlangt, gibt es auch bei Freiwilligen
ein bestimmtes Höchstalter. Meist endet er mit dem Erreichen des
60., 62. oder 65. Lebensjahres.
Zum Erwerb theoretischer und rechtlicher Kenntnisse, finden
zusätzlich zu praktischen Übungen auch theoretische
Unterrichtseinheiten statt, in der Regel während der kalten
Jahreszeit.
Um in den einfachen Handgriffen sattelfest zu werden, werden
regelmäßig Feuerwehrleistungsbewerbe durchgeführt. Sie werden
bis zu Weltmeisterschaften durchgeführt.
Jugendarbeit
In vielen Ländern gibt es Abteilungen der Feuerwehr, die sich
speziell um die Anwerbung von jungen Menschen kümmern.
In manchen Ländern – etwa Deutschland – haben deren
Führungsorganisationen angesichts der stetig zurückgehenden Zahl
von freiwilligen Helfern mit Werbe- und Imagekampagnen neue
Mitglieder hinzuzugewinnen. Durch Jugendarbeit in den
Jugendfeuerwehren wird versucht, Kinder und Jugendliche für den
Einsatz in der Feuerwehr zu begeistern, so dass sie bei
entsprechendem Alter und Qualifikation im freiwilligen
Feuerwehrdienst mit eingesetzt werden können. Jedoch wird auch
die Jugendarbeit durch Änderungen der demographischen
Entwicklung erschwert.
Finanzielle Situation
Aufgrund fehlender Investitionen von Seiten der Träger des
Brandschutzes (Kommunen, Städte), ist es einigen freiwilligen
Feuerwehren heutzutage nicht mehr möglich, ihre Aufgaben
wirkungsvoll und der Gesetzgebung entsprechend zu erfüllen.
Durch veraltetes Gerät und längere Reaktionszeiten können
Notlagen verschlimmert und Personal in Gefahr gebracht werden.
Um diese Problematik zu entschärfen, greifen Feuerwehren auf
Spenden zurück.
Rettung von Verletzten bei einer Einsatzübung
Aufgrund der Kosten von Berufsfeuerwehren wird in Ländern ohne
freiwillige Systeme zunehmend versucht, solche zu etablieren. So
gibt es in Griechenland Sommercamps, von der ESEPA veranstaltet,
mit freiwilligen Feuerwehrleuten aus anderen Ländern, die bei
der Bekämpfung von Waldbränden helfen.
Vereinbarkeit von Beruf und Feuerwehr im Ehrenamt
Auch durch die Arbeitsmarktssituation im 21. Jahrhundert wird
die Einsatzfähigkeit von in vielen Ländern vorkommenden
Freiwilligen Feuerwehren verringert. So wird manchen
ehrenamtlichen Feuerwehrleuten von ihren Arbeitgebern untersagt,
während ihrer Arbeitszeit die Arbeit wegen eines
Feuerwehreinsatzes zu verlassen, obwohl dies in einigen Ländern
eindeutigen gesetzlichen Regelungen widerspricht. Auch das
vermehrte Auspendeln zu den Arbeitsplätzen vermindert vor allem
die Tagesbereitschaften. Zudem stellt die kontinuierlich
notwendige Weiterbildung eine zusätzliche Belastung für bereits
im Berufsleben geforderte Freiwillige dar.
Quellenangaben
Deutscher Feuerwehrverband (2002): Feuerwehr-Jahrbuch 2002,
Jahresstatistik 2001.
Österreichischer Bundesfeuerwehrverband: Statistik 2005.
Feuerwehr Koordination Schweiz FKS: Statistik 2005.
Liechtensteiner Feuerwehrverband: Jahresbericht 2005.
fr.wikipedia.org.